| 14. Dezember 2016 | Aufruf, Stadt |

Zwangsräumung verhindern! Dienstag, 20.12.16 / 6:30 Uhr /Skalitzer Straße 64

Zwangsräumung verhindern!

Zwangsräumung verhindern!
Dienstag, 20.12.16 / 6:30 Uhr
Skalitzer Straße 64, 10997 Berlin Kreuzberg

Der erste Zwangsräumungsversuch der Wohnung von Tom in Kreuzberg konnte erfolgreich blockiert werden. Mehr als 100 Leute versammelten sich in Solidarität vor dem Haus, die Gerichtsvollzieherin traute sich nicht in die Wohnung. Sie rief die Polizei und diese rückte aber auch wieder ab. Die Zwangsräumung war erfolgreich verhindert.

Nun gibt es, wie zu erwarten, den nächsten Räumungstermin. In anderen Fällen konnte die Zwischenzeit gut genutzt werden um die Räumung auch längerfristiger abzuwenden. Wir gehen aber derzeit davon aus, dass es zum zweiten Räumungsversuch kommen wird.

Es ist besonders unmenschlich kurz vor Weihnachten und im tiefsten Winter Menschen auf die Straße zu setzen. Die brutale Zwangsräumung wird nur durchgesetzt, damit der Vermieter die Wohnung anschließend teurer vermieten kann.

Aber wir werden uns auch dem zweiten Versuch solidarisch entgegenstellen und unseren Protest gegen Verdrängung sichtbar machen. Wir wollen, dass Wohnungen keine Ware mehr sind und die steigenden Mieten in Berlin gestoppt werden.

Die Räumung ist auf 7:00 angesetzt, es ist wichtig schon davor zur Wohnung zu kommen. Tom bleibt – Zwangsräumung verhindern!

 

| 16. November 2016 | Antisemitismus, Veranstaltungen |

FÄLLT AUS: 24. November 2016 - Erinnern ohne Zeitzeug*innen

Erinnern ohne Zeitzeug*innen

Leider müssen wir diese Veranstaltung absagen. Über einen Ersatztermin halten wir euch auf dem Laufenden.

Am 24. November wollen wir mit euch diskutieren, wie ein Erinnern ohne Zeitzeug*innen aussehen kann, um 19.30 Uhr im Laika, Emserstraße 131. Die Veranstaltung findet im Rahmen der diesjährigen Gedenkkundgebung zum 9. November statt.

Im Vortrag wird es um die Rolle und Bedeutung von Zeitzeug*innen der nationalsozialistischen Verbrechen in der historisch-politischen Bildung und anti-nationalsozialistischen, emanzipatorischen Erinnerungsarbeit gehen. Folgende Fragen werden dabei leitend sein: Wer genau ist eigentlich Zeitzeug*in, für wen wird der Begriff in Anspruch genommen? Was impliziert der Begriff, welche Erwartungen sind mit ihm verbunden und worin liegen Chancen im Kontakt mit Zeitzeug*innen? Was ändert sich mit dem Sterben der Zeitzeug*innen, also dem Übergang von kommunikativen zu kulturellen Gedächtnisformationen bezüglich der NS-Verbrechen? Und wie werden Bildung und Erinnerungsarbeit ohne Zeitzeug*innen gestaltet bzw. wie könnten sie gestaltet werden?

Erinnern ohne Zeitzeug*innen
Donnerstag, 24. November 2016, 19.30 Uhr
Laika, Emserstraße 131

| 27. Oktober 2016 | Antifa, Antira, Antisemitismus, Aufruf |

9. November 2016: 78 Jahre nach der Pogromnacht - Kein Vergessen! Kein Vergeben!

9. NovemberErinnern heisst handeln” (Esther Bejarano, Auschwitz-Komitee)

„Aus der Erfahrung unseres Lebens sagen wir: Nie mehr schweigen, wegsehen, wie und wo auch immer Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus und Auslaenderfeindlichkeit hervortreten!“ Dies haben uns die überlebenden Opfer des Nazismus und lebenslange Kämpfer*innen immer wieder aufgetragen, sie haben uns begleitet, unterstützt und ermutigt. Sie haben uns erklärt, was es bedeutet, als Flüchtling leben zu müssen, was es bedeutet, nicht mehr als Mensch betrachtet zu werden. Aber sie haben uns auch nahegebracht, wie wichtig Solidarität und Widerstand sind. Wir werden unsere Kämpfe bald ohne sie führen und eigene Worte und Wege finden müssen. Nichts ist zu vergleichen mit der unmittelbaren Authentizität und Überzeugungskraft der Überlebenden. Der Friedensnobelpreisträger und Holocaust-Überlebende Elie Wiesel sagte kurz vor seinem Tod, wer Zeitzeugen zuhört, der werde selbst zu einem. Ob dies funktioniert, liegt an uns.

Dem Gedenken an die deutschen NS-Verbrechen, an die Opfer des Faschismus und dem Vermächtnis des antifaschistischen Widerstands auch weiterhin Gehör zu verschaffen sowie Konsequenzen daraus einzufordern, bleibt die wichtigste Aufgabe für alle Antifaschist*innen.

In diesem Sinne hoffen wir, möglichst viele von Euch auf der Gedenkkundgebung mit anschließender antifaschistischer Demonstration in Moabit zu sehen: Am 9. November 2016 um 17 Uhr am Mahnmal in der Levetzowstraße!

| 26. Oktober 2016 | Antifa, Antira, Aufruf |

06.11.2016 BERLIN saat 13 de YÜRÜYÜŞ: NSU-Kompleksi kurbanlarının anısına! Irkçılık öldürür! Sonuçlandırılma Derhal!

06.11.2016 BERLIN saat 13 de YÜRÜYÜŞ: NSU-Kompleksi kurbanlarının anısına! Irkçılık öldürür! Sonuçlandırılma Derhal!Karl-Marx-Str./Webellinstr. Berlin/Neukölln (U-Rathaus Neukölln)

NSU-Kompleksi kurbanlarının anısına:
Irkçılık ve faşist teröre karşı Dayanışma!

Dokuz göçmen kökenli ve bir polis olmak üzere on kişinin öldürülmesi ve benzeri görülmemiş seri cinayetlerden sonra NSU‘nun deşifre oluşunun üzerinden 5 yıl geçti. Bu davanın koşulsuz aydınlatılması ve gerçek sonuçlandırılma her zamankinden daha acildir. Neo-Naziler, çeşitli istihbarat örgütlerinin gözetimi altında yıllarca en az 10 cinayet, 3 bombalı saldırı ve 15 banka soygunu suçunu işlediler. Konuya ilişkin soruşturma kurumları, ellerinde bilgi olmadığını, Böhnhardt, Mundlos, Zschäpe ve onların yardımcılarının nerede olduklarını ve neler yaptıklarını bilmedikleri yalanlarını bizlere halen sunmaktalar. NSU dava sürecinde, davanın aydınlanmasını önlemek için çok şeyler yapıldı , sadece sorumlu Nazileri ve devlet aktörlerini korumak amacıyla. Aynı zamanda ailelerin talepleri dikkate alınmadı. Aktif yürütülen olayı örtbaz etme politikasi ile kurbanların aileleri her gün yeniden aşağılanıyor. Halbuki devlet davanın kusursuz aydınlatması sözünü vermişti. [Weiterlesen »]

| 2. Oktober 2016 | Allgemein |

Redebeitrag zu "Genderismus"

oranienburg

Unser Redebeitrag zu „Genderismus“ gehalten auf der diesjährigen „What the fuck“-Demo am 17.09.

„Seit einigen Jahren beobachten wir vom „What the Fuck“-Bündnis nicht nur besorgt einen antifeministischen Backlash in der Gesellschaft, sondern auch eine zunehmende Verbindung antiemanzipatorischer und rechter Gruppierungen bei dem Thema Antifeminismus.
Die meisten der heute auf dem „Marsch für das Leben“ anwesenden Abtreibungs-Gegner_innen sind christliche Fundamentalist_innen. Wir gehen nicht davon aus, dass heute organisierte Neonazis mit den selbsternannten „Lebensschützer_innen“ auf der Straße laufen – aber wir gehen davon aus, dass Neonazis, christliche Fundamentalist_innen, Neue Rechte und weitere reaktionäre und konservative Kräfte über ihren geteilten Antifeminismus Koalitionen eingehen.

Christliche Fundamentalist_innen kämpfen für eine Gesellschaft, die auf der bürgerlichen Kleinfamilie, Zweigeschlechtlichkeit, Trans*feindlichkeit, einer strengen Sexualmoral, Verbot von Homosexualität und auf »Schicksals«- und Obrigkeitsergebenheit beruht. Mit der Berufung auf „altbewährte“ Normen bieten die Lebensschützer_innen dabei eine einfache Antwort auf Ängste, die insbesondere in Zeiten der sogenannten „Flüchtlingskrise“ laut werden: Ängste vor dem Verlust des eigenen Lebensstandards.

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| 8. September 2016 | Allgemein |

Selbstbestimmung ohne Selektion

oranienburg

| 20. Juli 2016 | Antikapitalismus, Repression, Veranstaltungen |

Ni loi, ni travail! Autonome Perspektiven in der Bewegung gegen das neue Arbeitsgesetz in Frankreich

Zeit: Do 21.7., 20 Uhr
Ort: Projektraum, Hermannstraße 48, U8 Boddinstraße

Mitten in Zeiten von staatlichem Ausnahmezustand, IS Terror, Wahlerfolgen des rechstradikalen Front National und krisenkapitalistischer Alternativlosigkeit entwickelte sich seit März diesen Jahres in Frankreich überraschend eine starke soziale Bewegung gegen die geplante neoliberale Reform des Arbeitsgesetzes. Militante Demonstrationen gingen einher mit Besetzungen an Schulen, Unis, Rathäusern und Verkehrsknotenpunkten und verbanden sich mit gewerkschaftlichen Streiktagen. Auf der Straße folgte polizeiliche Repression und im Parlament peitscht die Regierung das Gesetz ohne Abstimmungen autoritär durch. Gemessen daran, dass hier direkt in einem westeuropäischen Nachbarland seit Monaten eine zumindest in Teilen antagonistische und emanzipative Revolte ausbricht, gibt es in Deutschland nach wie vor wenig Berichterstattung und Auseinandersetzung damit. Wir geben an diesem Abend einen Einblick über die Bewegungspraxis und ihren gesellschaftlichen Kontext und laden dazu ein über die Analyse dieser Bewegung und die Möglichkeiten transnationaler sozialer Kämpfe zu diskutieren.

Der Soli-Tresen mit Bier und Brause hat geöffnet. Nach der Veranstaltung gibt es auch gute Musik und es kann geraucht werden. Der Raum ist per Aufzug zu erreichen und barrierearm.

| 30. März 2016 | Allgemein, Antifa, Antisemitismus, Antisexismus |

In guter Gesellschaft? Geschlecht, Schuld und Abwehr in der Berichterstattung über Beate Zschäpe

faq_tresen_april
Der faq Infoladen lädt euch herzlich ein zum Kneipenabend mit Buchvorstellung 
"In guter Gesellschaft? Geschlecht, Schuld und Abwehr in der 
Berichterstattung über Beate Zschäpe".

Am Freitag 1. April ab 20 Uhr im faq infoladen.

Charlie Kaufhold setzt sich in ihrem Buch mit der Bericherstattung über
Beate Zschäpe, der Hauptangeklagen im NSU-Prozess auseinander. Zschäpe
stand immer wieder im Zentrum von Zeitungsartikeln über den NSU. Doch
dabei scheinen ihr Aussehen, ihr Kleidungsstil, ihre Vorlieben für
Katzen sowie Spekulationen über ihr Liebesleben, über ihr Verhältnis zu
Mundlos und Böhnhardt und ihr gemeinsames Alltagsleben im „Untergrund“
wichtiger zu sein als Fragen nach ihrer politischen Sozialisation und
ihrer Funktion im NSU.

Wie ist diese vergeschlechtlichte Berichterstattung politisch und
historisch zu verstehen?

Eine Funktion der vergeschlechtlichten Berichterstattung über Zschäpe
ist, mehrheitsgesellschaftliche rassistische Strukturen zu
dethematisieren, innerhalb derer der NSU hat handeln können. Eine
mehrheitsgesellschaftliche (Mit-)Schuld kann abgewehrt, die eigentlichen
Taten und das Leid der Betroffenen in den Hintergrund gerückt werden.
Und dieser Mechanismus hat historische Vorläufer.

Moderiert wird der Abend von der NSU-AG von andere zustände ermöglichen
(*aze).
Wir freuen uns über einen regen Austausch mit euch im Anschluss an die
Buchvorstellung. Es gibt den ganzen Abend kleine Snacks und viele Getränke.

Vor und während der Buchvorstellung ist der faq rauchfrei, danach kann
im vorderen Raum geraucht werden, während die Bibliothek den ganzen
Abend rauchfrei ist.

Die Buchvorstellung beginnt (pünktlich) um 20:30 Uhr.
| 6. März 2016 | Allgemein |

*aze-Tresen // What the Fuck - 1000 Kreuze in Münster

Erneut planen fundamentalistische ChristInnen am 19. März betend durch Münster zu ziehen und ihre antifeministischen, reaktionären und moralisierenden Positionen mit Holzkreuzen bewaffnet zur Schau zu tragen.

Der von „EuroProLife“ organisierte Gebetszug richtet sich in erster Linie gegen Schwangerschaftsabbrüche und damit gegen das Selbstbestimmungsrecht von schwangeren Personen. Darüber hinaus lehnen sie Verhütung, Sex vor der Ehe, Homosexualität und queere Geschlechtsidentitäten ab.

Bei unserem Tresen möchten wir uns genauer die Ideologie der selbsternannten LebensschützerInnen und ihre Verbindungen zu völkischen und reaktionären, rechtspopulistischen und rassistischen Theorien und Gruppierungen anschauen.

 

Des Weiteren wird es Informationen zu geplanten Protesten in Münster geben.

 

Die Veranstaltung ist per Fahrstuhl zu erreichen und rauchfrei. Danach darf zu Cocktails, Bier und Schorle geraucht werden.

Donnerstag 17.3. // 19 Uhr // Projektraum, Hermannstraße 48 (U-Bahnhof Boddinstr.)//*aze-Tresen

| 16. Februar 2016 | Allgemein |

Infoveranstaltung zur Antira-Demo in Oranienburg 26.2.

oranienburg
18.2. // 19 Uhr // Projektraum (Hermannstraße 48) In verschiedenen Städten Brandenburgs treffen sich, mitunter wöchentlich, rassistische BürgerInnen und Neonazis um gegen Geflüchtete zu hetzen. Lokale antifaschistische, antirassistische und zivilgesellschaftliche Strukturen sind oftmals überfordert mit den Protesten oder haben sogar Angst vor örtlichen neonazistischen Aktivitäten.

Der Alltag von Geflüchteten wird zunehmend von rassistischen Übergriffen geprägt. Spitze des Eisbergs war die Bedrohung von zwei geflüchteten Frauen in Hennigsdorf im Januar mit einer Pistole. In Oranienburg finden seit über einem Jahr immer wieder rassistische Proteste statt, der nächste ist für den 26.2. angekündigt. Unter dem Motto „Zeit zu Han­deln! Gemein­sam gegen Rassismus!“ ruft nun eine Initiative lokaler Antifaschist*innen dazu auf, sich den HetzerInnen in Form einer antirassistischen Demonstration ent­schlos­sen ent­gegen zu stellen. Unser nächster Tresen soll einen Überblick über die rassistischen Zustände in Oranienburg und Umgebung verschaffen, dazu haben wir zwei Referent*innen aus Oranienburg eingeladen.

Die Veranstaltung ist per Fahrstuhl zu erreichen und rauchfrei. Danach darf zu Cocktails, Bier und Brause wieder geraucht werden.