Zwangsräumungen, Sozialstaat und linksradikale Praxis

adler
Donnerstag 19. November // 19 Uhr
Projektraum H48 // U Boddinstr. // Hermannstr. 48 //
2. Hinterhof // 1. OG // Klingeln bei Projektraum

Bei unserer Veranstaltung werden wir eine Studie über Zwangsräumungen vorstellen und gemeinsam über die Erfolge und Schwierigkeiten einer solidarischen Praxis gegen Räumungen diskutieren.
Die Studie gibt einen Überblick der Situation von Zwangsräumungen und erzwungenen Umzügen in Berlin. Die Autor*innen der Studie erkennen einen Zusammenhang von Veränderungen auf dem Wohnungsmarkt und dem Anstieg von Zwangsräumungen. Eine Zwangsräumung bedeutet für die betroffenen Personen oft eine Verdrängung aus dem Lebensumfeld, teilweise auch Wohnungslosigkeit. In der Studie wird die Wirksamkeit des staatlichen Berliner Hilfesystems genau untersucht und Leerstellen in der Unterstützung von Betroffenen aufgezeigt. Bei der Veranstaltung werden wir einen Fokus auf die Situation in Neukölln legen.
Das Bündnis „Zwangsräumungen Verhindern“ macht bereits seit Jahren auf die gewaltvolle Praxis von Zwangsräumungen und dem Versagen staatlicher Hilfsangebote aufmerksam und unterstützt Personen praktisch, die von einer Zwangsräumung bedroht sind. Das Bündnis ist eine linksradikale Antwort auf die diskriminierende Mietpolitik in Berlin und übernimmt zugleich bei der solidarischen Unterstützung von Betroffenen immer wieder sozialstaatliche Aufgaben.
Gemeinsam mit einer Autorin der Studie und einer Person des Bündnis “Zwangsräumungen verhindern“ möchten wir uns über die Situation in Berlin austauschen und die Frage stellen, wo Schwierigkeiten einer solidarischen Praxis liegen, wenn Solidarität dazu führt den Staat zu entlasten und somit staatliche Verantwortung unsichtbar zu machen.
Die Veranstaltung ist per Fahrstuhl zu erreichen und rauchfrei. Danach darf zu Cocktails, Bier und Brause wieder geraucht werden.

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